Deutsch - Amerikanischer Freundeskreis
Paderborn - Belleville e.V.
   (Illinois, USA)

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Das große Truthahn-Essen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick in den Saal: Vorn der Jugendtisch, an dem die Paderborner Teilnehmer des Jugendaustausches und des Schüleraustausches mit Belleville angeregte Gespräche führten. Foto: Hans-Erwin Schlenger

„Das Fest der Feste schlechthin“

Der vierte November-Donnerstag  stand auch in Paderborn im Zeichen von Thanksgiving

 

Der erste von 21: Agnes Waller und Küchenmeister Dirk Tschischke, einer der beiden Restaurant-Geschäftsführer, tragen einen lecker zubereiteten  Truthahnbraten in den Saal. Zu Brust und Keule kommen Rahmsauce, Rosenkohl, Maiskolben, Salzkartoffeln und Cranberries auf den Tisch. Foto: Hans-Erwin Schlenger

 

 

 

Und wieder ein volles Haus: Thanksgiving, das Erntedankfest nach amerikanischem Vorbild, lockte 140 Mitglieder und Freunde des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises in das Paderborner Restaurant „Zu den Fischteichen“. Dort servierten Küchenmeister Dirk Tschischke und sein Team nicht weniger als 21 köstlich zubereitete Truthähne.

Die Gästeliste wurde angeführt von Landrat Manfred Müller und stellvertretendem Bürgermeister Karsten Grabenstroer, die mit ihren Partnerinnen zum festlichen Abend gekommen waren. In den USA sei Thanksgiving „das Fest der Feste schlechthin“, sagte DAFK-Präsident Kurt-Heiner Sprenkamp. Er lud dazu ein, den Abend als Feier der deutsch-amerikanischen Freundschaft zu begehen und übermittelte unter Applaus ein herzliches „Happy Thanksgiving“, das Mark Kern, Bürgermeister der Partnerstadt Belleville,  seine Tochter Kate als Präsidentin von Belleville Sister Cities und ihr Nachfolger Andy Gaa, der am 1. Januar die Leitung der DAFK-Partnerorganisation übernimmt, nach Paderborn übermittelt hatten.

Lucas Michels, nach vier Jahren Ausbildung an der Städtischen Musikschule nun Musikstudent an der Uni, steuerte zum Gelingen des  Festes ein Medley bekannter amerikanischer Kompositionen bei. Der 19-Jährige, der Musikschullehrer oder Musikdozent werden möchte, erntete für seine Darbietung großen Applaus. Da war eine Zugabe fällig. "Alle meine Entchen" kamen als Boogie, Blues, Jazz und Ragtime daher, und ein paar Töne Beethoven gehörten auch dazu. Foto: Hans-Erwin Schlenger

 

 

 

Landrat Müller nannte das traditionelle Thanksgiving-Dinner des DAFK „eine ganz, ganz attraktive Veranstaltung“. Auch er rief die Anwesenden auf, diesen „wunderbaren Abend“ als Fest als Tag der deutsch-amerikanischen Freundschaft zu begehen. Müller freute sich, „dass so viele junge Menschen hier sind“, denn gerade für sie sei heute „Internationalität“ ganz wichtig. Ohne den US-Präsidenten Donald Trump beim Namen zu nennen,  erklärte Müller, auch in „Zeiten der Machtverschiebung“ gelte es die Freundschaft mit Amerika intensiv zu pflegen. Denn diesen Vereinigten Staaten sei es zu verdanken, dass die Menschen in Deutschland   „schon seit mehr als 70 Jahren“ in Frieden leben können.

Mit Blumensträußen bedankte sich DAFK-Präsident Sprenkamp bei Maria Langhanki für langjährige Mitarbeit im „Truthahn-Komitee“, das stets für eine ansprechende Tischdekoration sorgt, und bei Helga Allendorf für die langjährige Unterstützung der Arbeit ihres Ehemannes, des heutigen Ehren-Geschäftsführers Dr. Otmar Allendorf.  

 

 

Berichteten über "supernette" Gasteltern in Belleville: Caroline Meyer (Pelizaeus-Gymnasium) und Finn Münker (Theodorianum) waren erst wenige Tage zuvor vom dreimonatigen Schüleraustausch aus der Partnerstadt zurückgekehrt. Dritte Austauschschülerin dieses Jahres – nicht im Bild – war Lisa Tobler (Goerdeler-Gymnasium). Foto: Wolfgang Stüken

 

 

Jenseits des Atlantiks, in der Partnerstadt Belleville, wurde wie überall in den USA Staaten Thanksgiving vor allem im Kreis der Familien und Freunde begangen. Der Tag  nach diesem vierten November-Donnerstag stand in Belleville ganz  im Zeichen der bevorstehenden Adventszeit: Die Partnerstadt läutete mit der großen, von Tausenden Zuschauern verfolgten  Santa-Claus-Parade durch die Innenstadt die Vorweihnachtszeit ein. Der Tag bildete zugleich den Auftakt des nunmehr vierten Belleviller Christkindlmarktes. Die Freunde von Belleville Sister Cities hatten für diesen Tag 60 Gallonen Glühwein vorbereitet. An den mehr als 20 Ständen des Christkindlmarktes, der am Public Square, der Hauptkreuzung der Belleviller Innenstadt aufgebaut ist, gibt es auch in diesem Jahr  ein internationales weihnachtliches Warenangebot, darunter „Plauener Spitze“ aus Deutschland, Töpferwaren und Weihnachtsgebäck aus Polen, aber ebenso schmucke Einkaufstaschen, die afrikanische Frauen im Rahmen eines Eine-Welt-Projektes geflochten haben. Am Publik Square steht auch das Haus von Santa Claus, in dem dieser sich während des Christkindlmarktes regelmäßig zu Fototerminen mit Kindern einfindet. In der Parade, mit der Santa Einzug in Belleville hielt, saß an seiner Seite auf dem Riesenschlitten die Frau vom Nikolaus – die überall nur „Mrs. Santa“ genannt wird. 

In den gesamten USA startete mit diesem „Black Friday“ – für viele Amerikaner ein arbeitsfreier Brückentag – die Zeit des Weihnachtseinkaufs. Warum dieser Tag „Schwarzer Freitag“ genannt wird? Dafür gibt es mehrere Deutungsversuche: Die langen Besucherschlangen, die sich am Morgen vor den  großen Geschäften bilden, könnten damit gemeint sein. Andere Erklärungsversuche gehen davon aus, dass viele Kaufleute an diesem Tag beim vielen Geldzählen schwarze Hände oder ihre Geschäfte an diesem Tag beim Jahresumsatz aus den roten Zahlen in die Gewinnzone kommen.

Schwarze Hände beim Geldzählen? Damit dürfte angesichts es angesichts der weltweit boomenden Kartenzahlungssysteme bald vorbei sein. Der  neuer Trend im Zeitalter der Internetkäufe: Dem Black Friday folgt drei Tage später mit verlockenden Angeboten der „Cyber Monday“. . .

Blickfang am Nachtisch-Büffet: Schokoküsse mit US-Fähnchen. Für ein umfangreiches Dessert-Angebot  hatten wieder Mitglieder des Freundeskreises gesorgt. Foto: Wolfgang Stüken

28 Nov 2017
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