Deutsch - Amerikanischer Freundeskreis
Paderborn - Belleville e.V.
   (Illinois, USA)

Berichte

Entscheidung beim Bundesfinale in Paderborn

Glückwünsche für Jan Zeimetz (am Schlagzeug): Von links DAFK-Präsident Heiner Sprenkamp, Uli Frost (Verein Drums and Percussion Paderborn und Mitglied des erweiterten DAFK-Vorstandes), Udo Dahmen (stellvertretender Präsident des Deutschen Musikrates, zugleich künstlerischer Direktor der Pop-Akademie Mannheim), DAFK-Vizepräsident Wolfgang Stüken  sowie Paderborns Bürgermeister Michael Dreier.  

„Unfassbar – dieser Sonderpreis
ist für mich wie ein Lottogewinn“

Der bei "Jugend musiziert" erfolgreiche Drummer Jan Zeimitz (17) fliegt nach Nashville und Belleville

Für ihn hat sich der  Weg von der Elbe an die Pader gelohnt. „Das ist der Wahnsinn“, konnte der Jan Zeimetz aus Radebeul bei Dresden sein Glück kaum fassen. Gerade erst hatten die strengen Juroren von „Jugend musiziert“ ihm den zweiten Platz im Bundeswettbewerb in der Sparte Pop-Schlagzeug zuerkannt, da erfuhr der 17-Jährige, dass ihm im Paderborner Wettbewerbsfinale auch noch ein höchst attraktiver Sonderpreis zugesprochen wurde. Im Oktober darf der junge Drummer in die USA fliegen! Zuerst in die berühmte „Music City“ Nashville im Bundesstaat  Tennessee. Dort darf Jan zwei Tage lang mit der in Nashville lebenden und arbeitenden Drummer-Legende Chester Thompson proben, der als Schlagzeuger viele Jahre mit  „Genesis“ und Phil Collins zusammen gearbeitet hat. Danach geht es in die Paderborner US-Partnerstadt Belleville (Illinois). Dort wird Zeimetz am 14. Oktober beim Festival „Drums’n’Percussion Belleville“ gemeinsam mit dem 68-jährigen Chester Thompson auftreten.

Das Musikereignis  ist ein Ableger des im Jahr 2001 in Paderborn aus der Taufe gehobenen Festivals „Drums’n’Percussion’’, das im Zwei-Jahres-Rhythmus über Pfingsten viele Fans und aktive Musiker ins Heinz Nixdorf Museumsforum (HNF) lockt und sich inzwischen zum größten Schlagzeug- und Percussion-Festival in Europa gemausert hat. Jeweils vier Tage lang können dort alle Facetten des Schlagwerks in ganztägigen Workshops und diversen Konzerten ausgekostet werden. Initiator und künstlerischer Leiter von „Drums’n’Percussion’’ ist Uli Frost. Er ist Mitglied des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Paderborn-Belleville und gehört dem erweiteren Vorstand des DAFK an.

Vor drei Jahren, im Jubiläumsjahr „200 Jahre Stadt Belleville“, gelang es Uli Frost, die Idee von einem Partnerfestival in der amerikanischen Partnerstadt Wirklichkeit werden zu lassen. Das erste Festival dort – Schauplatz war die Philharmonische Gesellschaft – fand 2014 so großen Anklang, das Bellevilles Bürgermeister Mark Eckert nach dem Auftaktkonzert spontan die Anregung gab, dieses Musikereignis in der Kreisstadt des Mittleren Westens zu einer festen Einrichtung werden zu lassen.

Im „Ping-Pong-System“ soll das Festival nun möglichst im jährlichen Wechsel zwischen Paderborn und Belleville pendeln. Trägerverein ist der Drums and Percussion Paderborn e.V.. Mitveranstalter in Paderborn ist das HNF, maßgeblicher Unterstützer die Stadt Paderborn. In Belleville fungieren mit dem Trägerverein die Melodic Rhythms School, eine 2005 von professionellen Musikern gegründete Musikschule, und Belleville Sister Cities Inc., die Partnerorganisation des DAFK, als Mitveranstalter. Von Belleville wird der Ping-Pong-Ball vom diesjährigen Festival wieder zurück über den Atlantik  gespielt. In Paderborn soll im Mai kommenden Jahres das Festival 2018 über die Bühne gehen.

Chester Thompson, der inzwischen mehrmals in Jahr zu Gast in Paderborn gewesen ist, wird beim diesjährigen Festival in Belleville einen Workshop leiten, ebenso Uli Frost.

Der DAFK wird für den Sonderpreisträger, der erstmals in die USA fliegt,  ein Taschengeld spendieren. Jan Zeimetz freut sich riesig: „Unfassbar – dieser Sonderpreis ist für mich wie ein Lottogewinn.“ Der erfolgreiche Jungmusiker setzte sich mit acht Jahren erstmals ans Schlagzeug. Seitdem ließen ihn die Schlaginstrumente nicht mehr los. Kein Wunder, denn er stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Die Mutter ist Musiklehrerin für Cello, der Vater Saxophonist. Jan spielt in der Bigband seines Gymnasiums, in der Schulband der Musikschule des Kreises Meißen  und ist Mitglied  der Coswiger Funk- und Rockband "Funk Fragment". Die Teilnahme am Finale von "Jugend musiziert" in Paderborn vom 1. bis 8. Juni mit mehr als 2.700 Teilnehmern – allesamt Musik-Amateure im Schüler-Alter – war für ihn „eine super Erfahrung“. Jan Zeimetz: „Es war einfach toll, auf so viele junge Menschen zu treffen, die Spaß an der Musik haben.“ Aus Paderborn nehme er „viele Eindrücke“ und „Erfahrungen cooler Workshops“ mit zurück in die sächsische Heimat. Vom Festival „Drums’n’Percussion“ hatte er zuvor schon durch das Internet und seinen Schlagzeuglehrer gehört.

Nun freut er sich, in wenigen Monaten Paderborns Partnerstadt Belleville und den weltbekannten amerikanischen Schlagzeuger Chester Thompson kennen zu lernen. „Ich bin einer riesiger Genesis-Fan,“ sagte er im Paderborner Schützenhof, wo zum Abschluss des „Jugend musiziert“-Finales die mehr als ein Dutzend Sonderpreisträger ausgezeichnet wurden und Kostproben ihres Könnens gaben. Diverse Stiftungen, Banken, Instrumentenhersteller, Musikverlage und weitere Institutionen aus ganz Deutschland hatten die Preise im Gesamtwert von mehr als 130.000 Euro zur Verfügung gestellt. Als der – maßgeblich von Uli Frost gestiftete – Sonderpreis für den Pop-Schlagzeuger Jan Zeimetz bekannt gegeben wurde, gab es besonders starken Applaus, denn welcher Preisträger darf sich schon über ein Reiseticket für die USA und das Zusammentreffen mit einer solchen internationalen Musikgröße freuen. Als Kostprobe am Drumset hatte  Jan Zeimetz  für den Festakt zur Sonderpreis-Verleihung Omar Hakims Komposition „Constructive Criticism“ ausgewählt.

Als „Jugend musiziert“ vor Jahren begann, sich der Popmusik anzunähern, galt dies in Fachkreisen als kleine Revolution. Um den bekanntesten deutschen Wettbewerb für Nachwuchsmusiker nicht in einer zu erwartenden Riesenwelle unzähliger Band-Meldungen ertrinken zulassen, wurde die Einladung auf junge Musiker „Pop-affiner Instrumente“ eingegrenzt. Ein solcher erfolgreicher Pop-affiner Instrumentalist darf nun in ein paar Monaten die Koffer für Nashville und Belleville packen. Gute Reise!

 

08 Jun 2017
Der Freundeskreis feiert

"Lippolino", das Maskottchen der  Landesgartenschau, erwartet  zum Großereignis mehrere 100.000 Besucher  – und natürlich auch Gäste des DAFK.

Besonderes Ambiente: Dogwood-Fest
im Blütenmeer Landesgartenschau

Am 14. Juni in Bad Lippspringe: Am Nachmittag Führung, am Abend Grillbuffet

Schon im Frühjahr 1989, als der ein Jahr zuvor gegründete Deutsch-Amerikanische Freundeskreis  mit einer 37-köpfigen Reisegruppe erstmals in den Mittleren Westen der USA aufbrach, um die ins Auge gefasste Partnerstadt Belleville kennen zu lernen und deren Umgebung in der sogenannten „Plattdeutschen Prärie“ zu erkunden, fiel den Paderbornern das üppige Blütenkleid eines Strauches auf. Der blühende Strauch war ein freundlicher Blickfang vor dem Belleviller Rathaus, der City Hall: Ein Hartriegel. In den Vereinigten Staaten wird er „Dogwood“ genannt. In dortigen Wäldern kann der Strauch sogar die Höhe eines stattlichen Baumes erreichen.

Der prächtige  Busch wurde Anfang der 1990er Jahre in Paderborn zum Namensgeber des Frühlingsfestes, das der Freundeskreis seitdem immer im Mai oder Juni ausrichtet: Es ist das Dogwood-Fest. In diesem Jahr wird dieses Fest mit dem größten Blumen- und Blütenereignis verbunden, mit dem die Region 2017 aufwarten kann – mit der 17. nordrhein-westfälischen Landesgartenschau (LGS) in Paderborns Nachbarstadt Bad Lippspringe. Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Paderborn-Belleville sollten sich den Termin vormerken: Das Dogwood-Fest findet am Mittwoch, 14. Juni, dem Vortag des Feiertages Fronleichnam, statt.  

Es ist längst Dogwood-Tradition, dass dieses Fest am Nachmittag mit einer Besichtigung an einem interessanten Ort in Paderborn oder im Paderborner Land beginnt. Am Abend schließt sich stets ein gemütliches Beisammensein an.

Treffpunkt ist am 14. Juni um 15 Uhr am Eingang des Kaiser-Karls-Parks in Bad Lippspringe (Haupteingang der LGS). Dort wird der Bad Lippspringer Bürgermeister Andreas Bee die Gruppe des Freundeskreises begrüßen. Es folgt eine etwa 1,5-stündige Führung  durch den Kaiser-Karls- und Kurwaldpark. Die Kosten für die Gartenschau-Führung übernimmt der DAFK.

Danach ist bis 19 Uhr Zeit zur freien Verfügung, die zum Beispiel für einen Bummel durch die Themengärten im Arminiuspark genutzt werden kann.

Um 19 Uhr warten in der Piano-Lounge des direkt am Gartenschau-Gelände gelegenen Park Hotels, Peter-Hartmann-Allee 4, ein leckeres Grill-Buffet und kühle Getränke auf die Teilnehmer des Dogwood-Festes.

Der ermäßigte Gruppeneintritt und das Grillbüffet (Getränke zahlt jeder Teilnehmer selbst) kosten 38 Euro. Wer an dem Tag schon früher anreisen und selbst vor Ort eine reguläre Tageskarte (17,50 Euro) erwerben möchte oder wer eine LGS-Dauerkarte besitzt, ist mit 22,50 Euro für das Buffet dabei. Die Gartenschau (12. April bis 15. Oktober) öffnet morgens um 9 Uhr. Einlass ist bis 19 Uhr. Bis 21 Uhr können Besucher auf dem Gartenschau-Gelände verweilen.

Anmeldungen für das Dogwood-Fest sind noch bis Montag, 15. Mai, per Banküberweisung unter dem Stichwort „Dogwood“ möglich. Pro Person sollten 38 Euro (ermäßigter Eintritt plus Buffet) oder 22,50 Euro (nur Buffet) auf das DAFK-Konto bei der Sparkasse Paderborn-Detmold überwiesen werden:  

IBAN: DE59 4765 0130 0000 0826 93

Nach dem Versand des jüngsten DAFK-Rundschreibens vom 7. März, in dem das Dogwood-Fest angekündigt war, haben sich mehrere Amerikafreunde gemeldet, die aus terminlichen Gründen leider nur das Nachmittags-Angebot wahrnehmen können. Auch das ist möglich: Wer sich für diese Variante entscheidet und das ermäßigte Gruppenticket in Anspruch nehmen möchte, sollte – ebenfalls unter dem Stichwort „Dogwood“ – für den ermäßigten Eintritt  pro Person 15,50 Euro auf das oben genannte Konto überweisen. Die Eintrittskarten werden am 14. Juni um 15 Uhr am Treffpunkt Haupteingang verteilt.

Zum ersten Mal präsentiert sich in Bad Lippspringe eine Gartenschau des Landes Nordrhein-Westfalen vor einer Wald-Kulisse. Unter dem Motto „Blumenpracht & Waldidylle“ gibt es Blumenschauen, Themengärten und Events in und zwischen zwei Parks sowie der Lippspringer Innenstadt. Der nahe am Eggegebirge, Teutoburger Wald und an der Senne gelegene Veranstaltungsort ist übrigens die einzige Stadt in NRW, die die Bezeichnungen Heilbad und Heilklimatischer Kurort führen darf. Und Bad Lippspringe mit seinen 16.000 Einwohnern ist der bislang kleinste Ort der nordrhein-westfälischen LGS-Geschichte, der die Großveranstaltung Landesgartenschau schultert.

Mit einer Vorstudie begannen im Juni 2009 die Bemühungen um die Ausrichtung der LGS 2017 in Bad Lippspringe. Im September 2010 bestätigte eine Machbarkeitsstudie, dass dieses Vorhaben realisierbar war. Im Januar 2011 ging die Bad Lippspringer Bewerbung auf die Reise in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Gegen namhafte Konkurrenten setzte sich die Badestadt durch. Im Juni 2011 folgte der Zuschlag. Auf dem Weg zur Gartenschau-Stadt erblickte im Mai 2012 das fröhliche Maskottchen „Lippolino“ das Licht der Welt, die Entscheidung über das Logo der Schau folgte im Januar 2013. Einem Wettbewerb für Landschaftsarchitekten (April bis November 2013) folgte im Februar 2014 der Startschuss für die Bauarbeiten auf dem künftigen LGS-Gelände.

Zu den Besonderheiten von Bad Lippspringe zählt die direkte Verbindung zwischen Innenstadt und Kurwald, die ein bislang einmaliges Szenario für eine Landesgartenschau darstellt. Im etwa 200 Hektar großen Kurwald wurden Lichtachsen geschaffen, die sowohl für die Vegetation als auch für die Tierwelt von großem Nutzen sind. Klassische Wirtschaftsbaumarten wie Fichte, Kiefer, Lärche und Buche wurden an manchen Stellen durch seltenere Baumarten ersetzt, was die Artenvielfalt merklich erhöht.

Neben der besonderen Kulisse, die durch den Kurwald gebildet wird, können sich LGS-Besucher auf eine außergewöhnliche Interpretation der klassischen Gartenschau-Zutaten freuen. Im Waldpark und im Arminiuspark werden die Anpflanzungen für regelrechte „Blütenexplosionen“ sorgen. Blumenschauen und Themengärten bilden die zentrale Attraktion auf dem mehr als drei Hektar großen Gartenschaugelände. Beide Parks sind durch die Flaniermeile der Fußgängerzone miteinander verbunden.

Eine Menge wurde für junge Besucher getan. Im Waldpark gibt es elf reizvolle Spielpunkte, die unter dem Motto „Die Welt der Elfen und Trolle“ stehen. Große Kletter- und Rutschenlandschaften, eine sechs Meter hohe Trollenburg und ein Sportplatz mit groben Holzstämmen zählen zu den Attraktionen der Spielwelt. Renommierte Spielplatzplaner und-bauer aus dem gesamten Bundesgebiet haben hier ihre Handschrift hinterlassen. Damit ist die LGS 2017 gerade auch für Familien mit Kindern ein lohnendes Ziel.

Für Autofahrer wird vom kostenlosen Großparkplatz im Gewerbegebiet (Navi-Eingabe: Raiffeisenstraße) ein ebenfalls kostenloser Bus-Shuttledienst zum Gartenschaugelände und zurück angeboten.

Ebenso ist im öffentlichen Nahverkehr eine rasche Anreise aus Paderborn (zum Teil Viertelstunden-Takt) mit den Bussen der „grünen Flotte“ möglich, deren Fahrplan zur Gartenschau verdichtet wird. Vom Paderborner Hauptbahnhof aus verkehren die Linien R 50 und R 51 nach Bad Lippspringe und zurück.

Radfahrer können nahe an das Gartenschaugelände heranfahren und mehrere hundert Fahrradständer im Bereich des Ehrenhains nutzen.

Vom Dogwood war auch schon im Gartenschaujahr 1994 die Rede. Damals lockte die LGS nach Paderborn-Schloß Neuhaus. Dort blühten im Partnerschaftsgarten als Grüße aus Paderborns Partnerstadt Belleville zwei Hartriegel-Sträucher der Gattung ,,Cornus Florida“.

 

11 Apr 2017
Neuigkeiten aus dem Freundeskreis und aus der Partnerstadt

4. April 2017

Großer Wahlerfolg für Mark Eckert

Mark Eckert ist bei der Bürgermeisterwahl in Belleville mit einem eindrucksvollen Ergebnis im Amt bestätigt worden. Der als Unabhängiger angetretene 61-Jährige erzielte 65 Prozent der Stimmen. Für seinen Herausforderer Dallas Cook (31) votierten 33 Prozent. Eckert, seit 2004 Bürgermeister, tritt damit seine vierte Amtszeit an. Zuvor war er seit 1997 Ratsmitglied. Dallas Cook, Sohn des früheren Belleviller Bürgermeisters Roger Cook, der in den 1990er Jahren einmal das Bürgermeisteramt bekleidete, war City Clerk von Belleville. Mit der gescheiterten Bewerbung um das Bürgermeisteramt ist Cook auch das Amt des City Clerks los. Seine Nachfolge als City Clerk, eine Art "rechter Hand" des Bürgermeisters, tritt Jennifer Gain Meyer, eine Wunschkandidatin Eckerts, an. Sie erhielt 63 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 23 Prozent gering. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und der Vorstand des DAFK haben Mark Eckert zur erfolgreichen Wiederwahl gratuliert.

 

27. Februar 2017

Andy Gaa jetzt auch Ratspolitiker

Im Sommer 2016 begleitete er mit seiner Frau Melissa als Betreuer die Belleviller Teilnehmer am Jugendaustausch in Paderborn: Andy Gaa, Deutschlehrer an der Highschool West der US-Partnerstadt und großer Paderborn-Freund, wird in den Jahren 2018/2019 als Präsident an der Spitze der Paderborner Partnerorganisation Belleville Sister Cities (BSC) stehen. Derzeit ist er Vizepräsident. Jetzt ist der 38-Jährige auch in die Politik der Partnerstadt eingestiegen. Der Belleviller Rat hat ihn auf Vorschlag von Bürgermeister Mark Eckert zum Ratsmitglied berufen. Gaa löste im Wahlbezirk (Ward) 6  den Senior der Ratsrunde, Paul Seibert, ab, der in den Kreistag (St. Clair county board) wechselte. Andy Gaa sammelte bereits im Vorstand der Belleviller Stadtbibliothek und im Belleviller Denkmalpflege-Komitee (Historic Preservation Committee) politische Erfahrungen. Nach der Ernennung zum Ratsmitglied will er den Sitz im Denkmalpflege-Komitee (zuletzt Vorsitzender) abgeben.

 

2. Februar 2017

DAFK lädt zur Hauptversammlung

Die Jahresversammlung des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises wird aus dem Herbst ins erste Quartal eines Jahres verlegt. Dies macht es möglich, mit aktuelleren Berichten Bilanz der DAFK-Arbeit zu ziehen. So kann Schatzmeister Hans-Erwin Schlenger in der Jahreshauptversammlung 2017 am Donnerstag, 2. Februar, um 19.30 Uhr im Gasthaus Haxterpark, Haxterhöhe 2, bereits den Kassenbericht für das komplette Jahr 2016 vorlegen. Uta Hoischen, die Jugendbeauftragte des Vorstandes, berichtet über den Stand der Planungen für den Jugendaustausch dieses Jahres. Präsident Heiner Sprenkamp (Foto) wird die Pläne für das Dogwood-Fest 2017 und eine für den Juli geplante Berlin-Fahrt vorstellen. Neuwahlen stehen diesmal nicht an. Sprenkamp und sein Vize Wolfgang Stüken wurden auf der letzten Hauptversammlung am 3. November 2016 einstimmig für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Zum Schluss der Versammlung zeigt Vereinsmitglied Dr. Ferdinand Klenke seine fotografischen Impresssionen der Irland-Reise "DAFK unterwegs" im Oktober 2016. 

 

24. Januar 2017

Was Lincoln und Trump unterscheidet

"Die USA nach dem Amtsantritt von Donald Trump." Schon vier Tage nach der Inauguration des neuen US-Präsidenten bot der DAFK einen Vortrag mit Diskussion des Amerikanisten Professor Dr. Christoph Ribbat (Foto) von der Universität Paderborn an. Die Resonanz war groß. Fast 100 Mitglieder des Freundeskreises und interessierte Paderborner kamen ins Gasthaus "Haxterpark". Die Sitzgelegenheiten im Vortragsraum reichten kaum aus. Ribbat stellte einen Vergleich an zwischen Donald Trump und Abraham Lincoln (1861-1865), einem der größten Präsidenten der US-Geschichte. Beide zeichneten sich durch kurze und harte Reden in einfacher Sprache aus. Was beide unterscheide: "Lincoln hatte noch kein Twitter", spielte Ribbat auf das von Trump eifrig genutzte soziale Netzwerk an. Christoph Ribbat ist derzeitiger Sprecher des Instituts für Anglistik und Amerikanistik an der Paderborner Hochschule. Er wurde 1968 in Münster geboren. Ein Schüleraustausch mit der Münsteraner Partnerstadt Fresno (Kalifornien) ließ ihn schon in jungen Jahren zu einem großen Amerika-Liebhaber werden. 

 

24. Januar 2017

Ein Nachruf mit politischer Note

In den Stunden oder in der Nacht nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten ist in Paderborns Partnerstadt Belleville plötzlich die 62-jährige frühere Krankenschwester Robin L. Porch gestorben. Sie war eine Anhängerin der bei der Wahl gescheiterten Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Und darauf wollten zwei Töchter der Bellevillerin in der Todesanzeige Bezug nehmen. Angesichts von Trump als Präsident, so formulierten sie in dem am 24. Januar in der Zeitung Belleville New Democrat erschienenen Nachruf, sei Kanada "nicht weit genug entfernt" gewesen, deshalb sei Robin L. Porch "in dem Himmel umgezogen". Die Zeitung, die diesen Nachruf druckte, führte am Tag nach dem Erscheinen ein Gespräch mit den Töchtern. Ihre Mutter sei eine sehr humorvolle Frau gewesen, versicherten beide, sie hätte sicher keine Einwände gegen diese Formulierung gehabt. . .   

 

 

 

 

29 Jan 2017
Angebote des Freundeskreises für junge Leute

 

 

 

 

 

 

 

 






Unterwegs durch Deutschland: 2016, als der Jugendaustausch in Paderborn stattfand, stattete der DAFK sowohl die Paderborner Teilnehmer als auch die amerikanischen Gäste mit Schöner-Ferien-Tickets der Bahn aus. Damit reisten die Jugendlichen zum Beispiel Richtung Berlin, nach Köln und zum Düsseldorfer Flughafen. Foto: Hans-Erwin Schlenger

 

Im Sommer geht's
wieder nach Belleville

Ab Juli der Jugend-, ab August der Schüleraustausch

Auch 2017 bietet der Deutsch-Amerikanische Freundeskreis Paderborn-Belleville (DAFK) jungen Leuten im Alter von 14 bis 17 Jahren die Chance, die Partnerstadt Belleville (Illinois) im Mittleren Westen der USA kennen zu lernen. Der dreiwöchige Jugendaustausch findet im jährlichen Wechsel entweder in Belleville oder in Paderborn statt. 2017 ist das knapp 50.000 Einwohner zählende Belleville die gastgebende Stadt. 2018 können Belleviller Jugendliche, die beim diesjährigen Programm dabei sind und einen Paderborner Gast in ihrer Familie aufnehmen werden, die Koffer für drei Wochen packen, um Paderborn zu besuchen.

Die Unterbringung der etwa 12- bis 15-köpfigen Gruppe erfolgt in Belleviller Gastfamilien. Es sind bereits einige Plätze für Paderborner Jugendliche vergeben, die während des Jugendaustausches 2016 in Paderborn einen amerikanischen Gast beherbergt haben und nun zum Gegenbesuch in die Partnerstadt reisen. Für ein abwechslungsreiches Programm dort – gemeinsam mit den amerikanischen Jugendlichen – werden Aktive der Partnerorganisation Belleville Sister Cities (BSC) sorgen. Aus Paderborn reisen erfahrene Studenten als Betreuer mit. Auch beim Gegenbesuch in Paderborn werden jeweils gemeinsame Programmpunkte/Fahrten geplant. Das Bewerbungsformular für den Jugendaustausch finden Interessierte auf dieser Webseite in der Rubrik „Schüler, Infos“.

Ferner können sich  Paderborner Schülerinnen und Schüler, die Belleville  beim dreimonatigen Besuch einer der  dortigen Highschools intensiver kennen möchten, für die Teilnahme am „Sister City Cultural Exchange“ bewerben. Dieser Austausch von August bis November ist für Paderborner Schülerinnen und Schüler gedacht, die in die Jahrgangsstufe EF kommen.

Hier stehen erfahrungsgemäß – abhängig von Zusagen Belleviller Gastfamilien – zwei bis fünf Plätze zur Verfügung. Bei vielen Zuschriften an den DAFK werden Eignungsgespräche durchgeführt. Das Einverständnis der hiesigen Schulen ist erforderlich.

Ziel des längeren Dreimonats-Austausches ist das Kennenlernen des schulischen und kulturellen Lebens in den USA sowie von „American life and institutions“. Die Schülerinnen und Schüler dieses Austausches fliegen wahrscheinlich Mitte August von Deutschland (Düsseldorf) – zum Beispiel über Atlanta, Washington  oder Chicago – nach St. Louis (Missouri). Von dort erfolgt dann ein kurzer Transfer nach Belleville auf der anderen Seite des Mississippi River mit dem anschließenden Kennenlernen der Gasteltern. Das Einschreiben an der jeweiligen High School und die Platzierung in die gewünschten Klassen und Kurse geschieht in den folgenden Tagen, wird aber schon zuvor von Deutschland aus vorbereitet. Schülerinnen und Schüler, die bereits in den letzten Jahren an dem Schüleraustausch teilgenommen haben, stehen mit ihren Erfahrungen begleitend und beratend zur Seite.

Teilnahme am Unterricht ist in der Regel bis in den Nachmittag. Lunch erfolgt in der Schule. Die Wochenenden können kreativ gemeinsam mit den Gasteltern, Freunden oder auch als Gruppe gestaltet werden.

Der Rückflug von St. Louis nach Paderborn ist für Anfang November geplant (Änderungen vorbehalten).

Wer sich für den dreimonatigen „Sister City Cultural Exchange“ interessiert, findet auf dieser Webseite in der Rubrik „Schüler, Infos“ ein Bewerbungsformular.

Bei weiteren Fragen stehen Ehemann, DAFK-Vizepräsident Wolfgang Stüken, Tel.  (05251) 91240  oder die Jugendbeauftragte des DAFK, Uta Hoischen, und ihr Ehemann, DAFK-Schatzmeister Hans-Erwin Schlenger, Tel.(05251) 73551 zur Verfügung.

Die Kosten pro Teilnehmer werden es für den Jugendaustausch inklusive Versicherungen etwa 1.400 Euro betragen.

Die Kosten für den dreimonatigen „Sister City Cultural Exchange“ inklusive Versicherungen werden bei 2.600 Euro liegen (der Preis hängt von den aktuellen Flugpreisen ab). Hinzu kommen Taschengeld und Kosten für den Lunch in der Schule. Folgende Versicherungen sind enthalten: Reiserücktrittskosten, Krankheitskosten, Unfall,  Haftpflicht.

Für eine erfolgreiche Teilnahme an beiden Programmen werden gute Englischkenntnisse zum Verstehen und Einbringen in die Familien bzw. den Unterricht, die Bereitschaft, vielleicht ein Jahr später einen amerikanischen High-School-Schüler für etwa drei Wochen bei sich in Paderborn aufzunehmen und die positive Fähigkeit, sich an die ortsüblichen Gegebenheiten schnell anzupassen, vorausgesetzt. 

29 Jan 2017
Der neue US-Präsident

Da dachte er vermutlich noch nicht ans Präsidentenamt: Beim Bummel durch den New Yorker Stadtteil Manhattan entdeckten einige  Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Donald Trump mit Tochter Ivanka 2007 an einer Fußgängerampel in der Nähe des Madison Square Gardens. Foto: Wolfgang Stüken

 

Amerikas neuer Mann im "Weißen Haus"

Am Dienstag, 24. Januar, Vortrag und Diskussion mit dem Amerikanisten Christoph Ribbat

„Die USA nach dem Amtsantritt von Donald Trump“ heißt das aktuelle Thema der ersten Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Freundeskreises Paderborn-Belleville (DAFK) im neuen Jahr. Zu dem öffentlichen Vortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde erwartet der Verein am Dienstag, 24. Januar, um 20 Uhr den Amerikanisten der Universität Paderborn, Professor Dr. Christoph Ribbat (Foto), im Gasthaus „Haxterpark“, Haxterhöhe 2 (Vortragsraum im Obergeschoss). Der Veranstaltungsort oberhalb des Südring-Centers am Golfplatz und der Umgehungsstraße ist über den Pohlweg leicht  zu erreichen.

„Trump macht Politik zur Reality-Show“, sagt die Wiener Autorin Marlene Streeruwitz, derzeit Gastdozentin an der Uni Paderborn, über den neuen Mann im „Weißen Haus“. Die Zeitung der amerikanischen Partnerstadt Paderborns, der „Belleville News Democrat“, nannte den Obama-Nachfolger in ihrer Sonntagsausgabe vom 8. Januar „President elect Trumpschenko“. Vier Tage nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten wagt  Professor Dr. Christoph Ribbat von der Universität Paderborn einen Ausblick. Und er schaut zurück auf die Präsidentenwahl vom 8. November 2016, die Donald Trump den Einzug ins Weiße Haus bescherte – ein für viele Menschen weltweit überraschendes Ergebnis.

Christoph Ribbat, Jahrgang 1968, ist seit 2007 „Professor of American Literature and Culture“ an der Paderborner Hochschule und derzeit Sprecher des Instituts für Anglistik und Amerikanistik. Mit seinen Studierenden hat er die November-Wahl intensiv in einem Seminar beleuchtet.

Stationen seiner Hochschullaufbahn waren unter anderem die Universitäten Basel, Bonn, Boston (Boston University und Massachusetts Institute of Technology), Bochum, Tucson (University of Arizona)  und New York (The Cooper Union). Auch im Mittleren Westen der USA kennt er sich aus: In Belleville’s großer Nachbarstadt St. Louis (Missouri) studierte er zwei Semester an der dortigen Washington University.

Ob Ribbat auch etwas über mögliche kulinarischen Vorlieben des neuen US-Präsidenten sagen kann? Trumps Großvater, ein Amerika-Auswanderer des Jahres 1885 aus Kallstadt – stammte aus dem „Saumagen“-Ländle Pfalz. Das Weindorf Kallstatt kommt in Ribbats 2016 veröffentlichter  „Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ nicht vor. Es ist der Untertitel seines bei Suhrkamp erschienenen Buches „Im Restaurant“. Darin schlägt der Amerikanist den Bogen von den ersten Pariser Gourmettempeln über den Aufstieg des Fast Food bis zu den innovativsten Köchen der Gegenwart. Seine zwischen Kulturwissenschaft und Doku-Roman angesiedelte kosmopolitische Geschichte des Restaurants war 2016  für den Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

 

22 Jan 2017

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